Opportunities and Choices

Schauspiel

Text: Benjamin Blaikner

Angaben zum Stück

Besetzung: 1 Dame, 1 Herr
Frei zur Uraufführung

Inhalt

Stephanie und Sasha sind ein Pärchen und leben doch recht ungezwungen. Beide genießen die Freiheiten und vielfältigen Möglichkeiten, die eine offene Beziehung bietet. Doch dann wird sie schwanger und beide stehen vor der Entscheidung, wie es nun weitergeht: Soll sie abtreiben oder das Kind behalten? Sollen die beiden ihren bisherigen Lebensstil aufgeben, um eine wirkliche Familie zu werden? Und ist das Kind überhaupt von ihm?

Ausgangspunkt von „Opportunities and Choices“ ist die Frage, was die beste Entscheidung in einer gegebenen Situation sein kann. Gleichzeitig aber auch die Skizzierung von zwei Personen, die sehr stark auf sich selbst fokussiert sind. Sie leben in einer Mingel-Beziehung, um möglichst viele Freiheiten zu genießen, um sich möglichst „ausleben“ zu können und, um das eigene Ich, das eigene Ego, nicht einzuschränken. Plötzlich ändert der Satz „Ich bin schwanger“ alles und stellt ihr scheinbar so aufregendes Leben gehörig auf den Kopf. Es muss etwas entschieden werden, doch statt eine Lösung darzustellen, werden im Stück gleich drei geboten. Nicht alleine deshalb, um herauszufinden, ob es wirklich die eine richtige, die „beste“ Entscheidung geben kann.

Nach der Verkündung der Schwangerschaft dreht sich das gesamte Stück eigentlich niemals wirklich um das Kind, sondern um die Befindlichkeiten von Stefanie und Sasha. Um ihre Sorgen und Ängste und vor allem die Angst, ihr selbstbezogenes Leben aufgeben zu müssen. Damit zusammenhängend ist auch eine zentrale Frage des Stückes jene, ob es darum geht zu lieben, oder doch nur, von jemandem geliebt zu werden. Denn es ist ein schmaler Grat zwischen gesundem Egoismus und selbstspiegelndem Narzissmus. „Opportunities and Choices“ stellt die Frage, ob ein zuviel an Freiheit, ein zuviel an Möglichkeiten mehr Nachteile als Vorteile mit sich bringt und wie viel Freiheit überhaupt gesund sein kann.

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